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Stadt Korschenbroich – mit Typo3 barrierefrei

Pünktlich einen Tag nach dem Tag der Arbeit ist der neue Internetauftritt der Stadt Korschenbroich online gegangen. Ein passender Termin, wenn man bedenkt wieviel Arbeit hinter einem solchen Relaunch steckt. Dabei ist das neue und vor allem barrierefreie Design aus dem Hause anatom5 nur die sichtbarste Veränderung des neuen Internetauftritts der Stadt Korschenbroich. Übersichtlich und komplett neu strukturiert präsentiert sich der städtische Internetauftritt benutzerorientiert und aufgeräumt. Unter der Haube arbeitet das moderne und skalierbare Content Management System Typo3.

Bürgermeister Marc Venten zeigte sich bei der Pressekonferenz am 02.05.2019 sichtlich glücklich: „Wir haben lange auf diesen Moment hingefiebert. Doch jetzt ist es uns gelungen, eine neue Homepage aufzubauen, die viel übersichtlicher und bedienungsfreundlicher ist als unsere alte Seite“.

  • Beispiel barrierefreies Webdesign Stadt Korschenbroich auf Tablet
  • Pressekonferenz zum barrierefreien Internetauftritt mit Bürgermeister der Stadt Korschenbroich
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Gutes Beispiel für einen städtischen Internetauftritt

Bürgernähe, Übersichtlichkeit und direktere Wege zu diversen Angeboten, das war das erklärte Ziel für den neuen städtischen Internetauftritt. Um das zu erreichen wurde der alte Internetauftritt in einem ersten Workshop, gemeinsam mit der auf kommunale Auftritte spezialisierten Agentur anatom5, analysiert und vollkommen neu strukturiert. Aus ehemals sechs Hauptnavigationspunkten sind so die drei plakativen Bereiche „Heimat & Leben“, „Freizeit & Tourismus“ und „Bauen & Wirtschaft“ geworden. Möglich wurde dies durch eine konsequente Entschlackung. Über viele Jahre angewachsene Altlasten wurden konsequent neu bewertet. Was nicht mehr Zeitgemäß war, oder für die Bürger keinen Mehrwert darstellte, wurde entweder rausgenommen oder komplett neu geschrieben. Zu den Texten hat die verantwortliche Pressestelle um Birgit Wilms und Nora Osmani obendrein sehr viele aktuelle Fotos geschossen, was dem sehr visuell ausgerichteten Auftritt sichtlich gut tut. Und auch die Freizeittipps wurden von der Pressestelle neu recherchiert und verfasst:

„Selbst alteingesessene Korschenbroicher werden so sicherlich noch neue Facetten ihrer Stadt entdecken“, sagte Birgit Wilms auf der Pressekonferenz.

Insgesamt ist der städtische Internetauftritt Korschenbroich ein wirklich gutes Beispiel für einen städtischen Relaunch geworden. Nicht einfach nur „alter Wein in neuen Schläuchen“ sondern benutzerorientiert auf allen Ebenen – vom Design bis hin zu den Inhalten.

Service-Portal ausgegliedert

Ein Teil der Aufgeräumtheit des neuen städtischen Internetauftritts geht auch auf die konsequente Auslagerung von Bürger-Services und Ratsinformationen. Vor allem das gemeinsam mit der ITK-Rheinland aufgebaute service.korschenbroich.de hat dabei geholfen den neuen Internetauftritt zu verschlanken. Mitarbeiter, Fachbereiche, Dienstleistungen und Formulare sind seit Mai 2019 in das externe Service-Portal ausgegliedert. Dieser wichtige Schritt musste natürlich auch für die Bürgerinnen und Bürger sofort ersichtlich sein. Deshalb spielte die Benutzerführung auf korchenbroich.de eine große Rolle. Nicht ohne Grund ist der Verweis auf das externe Service-Portal auf alle Seiten des neuen Internetauftritts unübersehbar im Fokus der Nutzer. Und auch auf der Suchergebnisseite der Typo3 Suche, die mit der leistungsfähigen Enterprise Suche Solr umgesetzt wurde, werden die Nutzer auf die externen Services hingewiesen. Auf diese Weise sollen die Nutzer im neuen Auftritt von Anfang an mitgenommen werden. Im Nächsten Schritt soll die Solr Enterprise Suche auch die externen Portal crawlen und auf der Suchergebnisseite von korschenbroich.de mit ausgeben.

Barrierefreiheit und EU-Richtlinie 2102

Während der letzten eineinhalb Jahre hat sich auch im Bereich Barrierefreiheit viel getan. Mitte 2018 wurde die neue WCAG 2.1 freigegeben. Im September 2018 wurde die neue EU-Richtlinie 2102 zur Vereinheitlichung der Barrierefreiheit im Internet ratifiziert. Die Europäische Norm EN-301549 legt die Umsetzungsbedingungen fest und referenziert die WCAG 2.1. Die BITV, die die EU-Richtlinie 2102 in nationales Recht umsetzten muss, wird im Sommer 2019 erwartet. Auch die BITV wird die WCAG 2.1 (bisher WCAG 2.2 entsprechend BITV 2.0) referenzieren. Damit enthalten die neuen Anforderungen der BITV 12 weitere Richtlinien.

Stadt Korschenbroich – Fristen für EU-Richtlinie 2102 eingehalten

Die Stadt Korschenbroich ist in Bezug auf Barrierefreiheit zu einem spannenden Zeitpunkt online gegangen. Denn Internetauftritte, die ab dem 23. September 2018 online gehen, müssen ab dem 23. September 2019 – also ein Jahr später – nach den neuen Richtlinien barrierefrei sein.

Erklärung zur Barrierefreiheit – Accessibility Statement

Neben den zusätzlichen 12 Richtlinien fordert die neue Gesetzgebung aber auch eine Reihe von zusätzlichen Maßnahmen. So ist zukünftig eine Erklärung zur Barrierefreiheit verpflichtend, also eine schriftliche Aussage darüber inwieweit der neue Auftritt der EU-Richtlinie 2102 entspricht, bzw. welche Inhalte aus welchen Gründen nicht barrierefrei nutzbar sind und welche Maßnahmen getroffen werden, um diese Baustellen zu beheben. Die Erklärung zur Barrierefreiheit muss auch einen Feedback-Mechanismus enthalten, damit Benutzer ggf. Barrieren melden können und dafür einen direkten Ansprechpartner haben. Auch dieser Anforderung wird die Stadt Korschenbroich gerecht und ist damit eine der ersten Städte in Deutschland, die die Fristen der EU-Richtlinie 2102 einhält – inklusive der zusätzlich geforderten Maßnahmen.