Digitale Barrierefreiheit galt lange vor allem als regulatorisches Thema. Für öffentliche Stellen wegen der BITV. Für viele Unternehmen inzwischen wegen des BFSG. Accessibility wurde deshalb häufig als Pflichtaufgabe verstanden: Anforderungen erfüllen, Prüfberichte bestehen, Risiken vermeiden. Diese Perspektive beginnt sich gerade zu verschieben.
Mit GEO, generativen Suchsystemen und autonomen KI-Agenten gewinnen plötzlich viele Dinge an Bedeutung, die bislang nur als Anforderungen der WCAG wahrgenommen wurden. Semantisches HTML, konsistente Navigation, verständliche Beschriftungen oder klar erkennbare Bedienelemente helfen längst nicht mehr nur Menschen mit Behinderungen. Sie werden zunehmend auch zur Grundlage dafür, dass KI-Systeme Websites überhaupt zuverlässig verstehen und bedienen können. Und genau darum soll es in diesem Artikel gehen.