Kürzlich bin ich wieder mal über einen Beitrag gestolpert, in dem Screenreader als Vorlesefunktion bezeichnet wurden. Die Vorstellung, ein Screenreader würde Webseiten einfach vorlesen scheint gar nicht so selten zu sein, geht aber stark an der Realität vorbei. Ein Screenreader ist eine komplexe Software, die Bildschirminhalte in Sprache oder Brailleschrift übersetzt, um insbesondere Menschen mit einer Sehbeeinträchtigungen die autonome Bedienung von Computern und Smartphones zu ermöglichen.
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PAC-Fehler – grüne Häkchen sind kein Beweis
Im nachfolgenden Beitrag zeigen wir anhand eines extra dafür erstellten Testdokuments wie groß die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist. Um die Grenzen des PDF Accessibility Checkers sichtbar zu machen, haben wir eine Demo-Datei erstellt, die – Achtung Wortspiel – den Namen „PAC-Fehler“ trägt. Die Datei ist formal sauber getaggt, besteht alle automatischen Prüfungen und ist dennoch voller Barrieren.
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Die KI-Funktion in PAC 2026 – ein Schritt nach vorn?
Mit PAC 2026 hat der PDF Accessibility Checker erstmals eine KI-gestützte Prüfkomponente erhalten. Die Erwartungshaltung ist hoch: wenn Künstliche Intelligenz semantische Muster erkennen kann, müsste sie Barrieren identifizieren, an denen rein regelbasierte Prüfungen seit Jahren scheitern. Das wäre ein großer Schritt nach vorne. Aber hält die KI-Funktion in PAC 2026 auch, was sie verspricht? Wir haben uns die KI-Funktion mal genau angesehen und ihre Leistungsfähigkeit getestet.
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Reflow ist nicht gleich Umfließen-Modus
Der sogenannte Umfließen-Modus ist seit vielen Jahren ein Thema bei der Umsetzung von barrierefreien PDF-Dokumenten. Das Erfolgskriterium 1.4.10 Reflow der WCAG sowie die entsprechende Anforderung in der EN 301 549 (Kapitel 10.1.4.10) verlangen, dass Inhalte ohne Verlust von Informationen oder Funktionalität linearisiert dargestellt werden können. In diesem Artikel beleuchten wir die Unterschiede, erklären, warum für Barrierefreiheit immer der Tag-Baum maßgeblich ist, und warum der Acrobat Umfließen-Modus nicht dasselbe ist
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Digital Trust Index 2025 – wie barrierefrei ist das Internet in Europa?
In einer Welt, in der digitale Dienste fast alle Lebensbereiche prägen – vom Online-Shopping über E-Government bis hin zu Lernplattformen – sollte gleicher Zugang für alle eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, ist er aber nicht. Deshalb gibt es Gesetze, wie die BITV und das BFSG – beides sind deutsche Umsetzungen Europäischer Vorgaben.
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1-Klick-Barrierefreiheit: Accessibility-Overlays sind keine Lösung
Über sogenannte Accessibility-Overlays – also Tools, die mit wenigen Zeilen JavaScript eine barrierefreie Website vorgaukeln – wurde bereits viel diskutiert. Was jedoch oft unter dem Radar bleibt, sind die sogenannten „1-Klick-Lösungen“ für Barrierefreiheit. Diese vermeiden den Begriff „Overlay“, arbeiten aber nach demselben Prinzip – und bergen dieselben Probleme. Sie versprechen viel, liefern wenig und können für Unternehmen sogar rechtliche Risiken darstellen. Gerade im Kontext der Barrierefreiheit nach BITV und BFSG kann der Einsatz solcher Tools gefährlich werden.
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Digitale Barrierefreiheit in Deutschland: Die rechtlichen Grundlagen im Überblick
Wer sich mit digitaler Barrierefreiheit beschäftigt, stößt schnell auf eine Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und technischen Standards. Auf den ersten Blick wirkt dieses Geflecht komplex – doch bei näherem Hinsehen zeigt sich ein klarer roter Faden: Alle Regelwerke verweisen letztlich auf einen gemeinsamen technischen Standard – die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1, insbesondere die Konformitätsstufen Level A und AA.
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Digitale Barrierefreiheit: Ein Menschenrecht mit starken Wurzeln
Digitale Barrierefreiheit ist kein "Nice-to-have" – sie ist ein Menschenrecht. Dieser Grundsatz zieht sich wie ein roter Faden durch die internationalen, europäischen und nationalen Rechtsgrundlagen. Wer sich mit digitalen Angeboten beschäftigt – sei es als Unternehmen oder öffentliche Stelle – sollte diese rechtlichen Zusammenhänge kennen. Denn sie zeigen: Barrierefreiheit ist nicht nur technische Pflicht, sondern auch gesellschaftlicher Auftrag.
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DIN SPEC 66336 für nutzerfreundliche und barrierefreie Verwaltungsportale
Mit dem Onlinezugangsgesetz (OZG) wurde der öffentliche Sektor verpflichtet, seine Dienstleistungen digital anzubieten – eine Mammutaufgabe für Bund, Länder und Kommunen. Doch es reicht nicht, Verwaltungsleistungen einfach nur online verfügbar zu machen. Sie müssen auch sicher, effizient, barrierefrei und nutzerfreundlich sein.
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Digitale Barrierefreiheit: Mehr als nur ein technisches Versprechen
In der heutigen digitalen Welt ist Barrierefreiheit ein zentrales Thema. Begriffe wie "BITV-konform", "BFSG-konform" oder allgemein "barrierefrei" werden häufig in der Werbung verwendet. Doch was bedeuten diese Aussagen wirklich? Und welche Verantwortung tragen sowohl Dienstleister als auch Auftraggeber und Online-Redaktionen bei der Umsetzung?